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Zyklus "Totentanz"

Von 1999 bis 2001 entstand der Totentanzzyklus, der sich am Füssener Totentanz orientiert. Bei der Umsetzung wurde eine Drucktechnik verwendet, bei der der durchschnittlich zwei Meter hohe, zylinderförmige Baumstamm der Ausgangspunkt ist. Aus diesem wird die Druckskulptur herausgearbeitet. Die Skulptur ist zuerst Werk und schließlich auch Werkzeug, um den Druck herzustellen. Dieser wird mit einem Löffel auf ungrundiertem Nessel abgerieben. Druckfarbe ist blauschwarze Kupferdruckfarbe. Der Grundgedanke ist, dass aus einer dreidimensionalen Arbeit eine zweidimensionale hervorgeht, die wiederum auf die Skulptur und deren Aufbau zurückweist. Um zu zeigen, dass es sich um einen unendlich abrollbaren Fries handeln könnte, werden zwei Leinwände, auf denen der Umfang je eineinviertel bis eineinhalb mal zu sehen ist, gedruckt und nebeneinander gehängt. Der Druckstock und die beiden Drucke werden gemeinsam präsentiert.

Der Füssener Totentanz entstand 1602. Er wurde von Jacob Hiebeler geschaffen und ist an der Westwand der St. Anna Kapelle im Benediktinerkloster St. Mang in Füssen zu sehen. Der Totentanzzyklus von Klaus Hack besteht aus 24 Einzelbildern. Auf jedem ist eine Person aus dem damaligen gesellschaftlichen Leben zu sehen, die durchaus auch auf die heutige Gesellschaft übertragbar ist. Es sind Figuren wie z. B. Der Amptmann, Die Braudt, Die Edelfraw, Der Wuecherer, Die Jungfraw, Der Todt und das Maedchen und Der Todtgraeber. Statt den Tod jedes Mal mit im Bild erscheinen zu lassen, wie in der traditionellen Ikonographie, lässt Klaus Hack ihn den Reigen anführen.

Weitere Literatur zum Totentanzzyklus findet sich in den Katalogen.